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Künstlerbrunnen

Wo viele Brünnlein fließen ...

Wasser prägt Georgensgmünd vor allem in Form der beiden "Schwestern" Fränkische und Schwäbische Rezat, die sich hier zur Rednitz vereinigen. Wasserräder trieben Eisenhämmer und Mühlen an, Brunnen lieferten das Wasser. Heute sind sie eher Zeichen der Wertschätzung für das kostbare Nass Zeichen des Gemeinsinns der Gmünder Bürgerinnen und Bürger, denn alle Brunnenanlage wurden durch Spenden finanziert. Sie entstanden in Gmünder Ateliers mit engem Bezug zum jeweiligen Standort.

Die Brunnenanlagen 1 bis 6 können in dieser Reihenfolge zu Fuß besichtigt werden. Die Brunnen 7 bis 10 befinden sich in den Ortsteilen.

Die genauen Standorte der Künstlerbrunnen können im Satellitenplan unter der Kategorie "Kunstwerke" eingesehen werden.
Hier geht's zum Satellitenplan.

1. Bahnhofsbrunnen

(von Reinhart Fuchs)

Drei bronzene Brüder sitzen auf dem Beckenrand des Bahnhofsbrunnens am Bahnhofsvorplatz. Sie symbolisieren die Legende der Ortsgründung, nach der sich die drei Brüder Georg, Friedrich und Peter auf der Suche nach fruchtbarem Land im Rezattal niederließen. Sie sollen die Namensgeber für die gleichnamigen Ortsteile gewesen sein. Die Mittelsäule mit dem Schaufelrad steht für die Nutzung der Wasserkraft durch Handwerk und Gewerbe. Drei Zuflüsse – Fränkische und Schwäbische Rezat und das Steinbächlein – münden in das zentrale Becken aus heimischen Jurakalkstein, um als "Rednitz" in vielen Windungen abzufließen.

2. Brunnen an der katholischen St. Wunibalds-Kirche

(Josef Gajek)

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kann man schon die katholische St. Wunibalds-Kirche sehen. Am Kirchenvorplatz dreht sich eine braungraue Granitkugel auf dem dünnen Wasserfilm in einer Schale mit den Namen von Geistlichen der Pfarrei.

3. Hopfenbrunnen

(Reinhart Fuchs)

Der Weg zurück auf die Bahnhofstraße in Richtung Sparkasse. Der Hopfenbrunnen mit seinem Sandsteinbecken in Kleeblattform trägt eine Hopfendolde auf der Säule. Sie steht für den Hopfenanbau und -handel, der einst eine wichtige Rolle in Georgensgmünd spielte. Zu Füßen der Säule weisen Münzen auf die Lage Georgensgmünds an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen hin.

4. Ziehbrunnen

Am Marktplatz, vor der Raiffeisenbank, spendet ein moderner Ziehbrunnen frisches Wasser. Beim Umbau eines alten Sandsteinhauses in ein modernes Bankgebäude ließ die Bank den Brunnen nach altem Vorbild hier errichten.

5. Christusbrunnen

(Reinhart Fuchs)

Der Brunnen vor dem evangelischen Gemeindehaus im Mühlgässlein bezieht sich auf das Johannes- Evangelium. Das Wasser rinnt über einen wellenförmig behauenen Block aus Jurakalkstein. Zwei Bronzefiguren stellen Jesus dar, der eine Frau aus Samaria um Wasser bittet. Jesus spricht mit der Sünderin – ein Votum für den Abbau von Vorurteilen.

6. Georgsbrunnen an der evangelischen St. Georgs-Kirche

(Reinhart Fuchs)

Vom Mühlgässlein geht's zum Georgsbrunnen vor der evangelischen Kirche, die hoch über den Marktplatz ragt. Georg, der Namenspatron des Gotteshauses und Drachentöter, erhebt sich über dem Becken aus Jurakalkstein. Acht Bronzetafeln erzählen die Legende des Heiligen, der die Königstochter Margarete vor dem bösen Drachen rettete, römischer Tribun wurde und als Märtyrer endete.

7. Dorfbrunnen in Mäbenberg

(Verena Reimann)

Vor dem malerischen mittelalterlichen Kirchlein aus dem Jahr 1489 plätschert ein aus natürlichen Quellen gespeister Brunnen. Jurakalkstein ist das Material des Brunnens. Der stilisierte Korb mit der überhängenden Hopfenranke erinnert an die einstige Haupteinnahmequelle der Mäbenberger Bauern, den Anbau des grünen Goldes. Aus einem alten Zapfhahn fließt bei Bedarf Trinkwasser. Eine Bank lädt zum Ausruhen ein mit herrlichem Blick über den Wiesengrund.

8. Friedhofsbrunnen in Rittersbach

(Reinhart Fuchs)

Eine Säule mit Becken und zusätzlich zwei kunstvoll gefertigte Zapfstellen spenden das kühle Nass auf dem Friedhof. Stilisierte Blütenknospen krönen die Sandsteinsäulen als Zeichen des beginnenden Lebens an einer Stätte des Gedenkens für die Verstorbenen.

9. Dorfbrunnen in Untersteinbach

(Reinhart Fuchs)

Unweit von seinem Atelier setzte der Bildhauer Reinhart Fuchs den Dorfbäuerinnen auf der Brunnensäule aus Jurakalkstein ein Denkmal. Die Milchkannen neben sich, sind sie in ein Gespräch vertieft. "Wir wollen einen Brunnen" beschlossen die Untersteinbacher und sammelten genügend Geld für den beliebten Treff- und Haltepunkt mitten im Dorf neben dem Gasthof. Durstige Radler und Wanderer wissen es zu schätzen, dass der Brunnen auf Knopfdruck Trinkwasser spendet. Die Gemeinde gestaltete auch hier wie auf den anderen öffentlichen Plätzen das "Drumherum".

10. Hausbrunnen in Wernsbach

(Familie Wackersreuther)

Direkt an der Bundesstraße 2 ist ein alter Hausbrunnen öffentlich zugänglich. Der Zimmermeister Günther Wackersreuther renovierte 1998 seinen alten hölzernen Hausbrunnen im Hof der Zimmerei. Mittels althergebrachter Technik bohrte er das Holzrohr mit einem eigens geschmiedeten Brunnenrohrbohrer. Ein zweites Rohr mit Schwengelarm schließt den Brunnen nach oben ab. Eine alte Handwerkstradition wurde wiederbelebt, ein Stück Dorfgeschichte erhalten.