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Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Ingenieure, Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Ingenieur" und "Ingenieurin"

Wenn Sie an einer ausländischen Hochschule oder sonstigen ausländischen Schule das Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen haben und in Deutschland in dieser Fachrichtung arbeiten oder Leistungen anbieten möchten, brauchen Sie eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Ingenieur und Ingenieurin".

Beschreibung

Nach dem Ingenieurgesetz darf die Berufsbezeichnung "Ingenieur/Ingenieurin" kraft Gesetzes führen, wer

  • ein mindestens dreijähriges Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung an einer deutschen wissenschaftlichen Hochschule oder an einer deutschen Fachhochschule (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 a) IngG), oder
  • ein mindestens dreijähriges Studium an einer deutschen öffentlichen oder ihr hinsichtlich des Studienabschlusses rechtlich gleichgestellten deutschen privaten Ingenieurschule (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 b) IngG) oder
  • einen Betriebsführerlehrgang einer deutschen staatlich anerkannten Bergschule (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 c) IngG)

mit Erfolg  abgeschlossen hat oder wem durch die zuständige Behörde das Recht verliehen worden ist, die Bezeichnung "Ingenieur (grad.)" und "Ingenieurin (grad.)" oder einen Diplomgrad in einer Wortverbindung mit der Bezeichnung "Ingenieur" und "Ingenieurin" zu führen (Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 IngG).

Diese Berufsbezeichnung darf auch führen, wer aufgrund eines Abschlusszeugnisses einer ausländischen Hochschule oder einer sonstigen ausländischen Schule von der zuständigen Behörde (in Bayern: Regierung von Schwaben) auf Antrag die Genehmigung hierzu erhalten hat (Art. 2 Abs. 1 IngG). Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn das Zeugnis der ausländischen Hochschule oder Schule einem Zeugnis einer deutschen Hochschule oder Schule gleichwertig ist (Art. 2 Abs. 2 IngG).

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erhalten die Erlaubnis,

  • wenn sie über ein Diplom einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung verfügen, das in einem anderen Mitglied- oder Vertragsstaat für den Zugang zum Ingenieurberuf, dessen Ausübung oder für das Führen einer der deutschen Berufsbezeichnung "Ingenieur und Ingenieurin" entsprechenden Berufsbezeichnung allein oder in einer Wortverbindung erforderlich ist (Art. 2a Abs. 1 Nr. 1 IngG), oder
  • wenn sie den Beruf eines Ingenieurs in den vorhergehenden zehn Jahren vollzeitlich zwei Jahre lang in einem anderen Mitglied- oder Vertragsstaat ausgeübt haben, der den Zugang zum Ingenieurberuf, dessen Ausübung oder das Führen einer der deutschen Berufsbezeichnung "Ingenieur" und "Ingenieurin" entsprechenden Berufsbezeichnung allein oder in einer Wortverbindung nicht an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen bindet; der Antragsteller muß dabei im Besitz eines Ausbildungsnachweises einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung gewesen sein (Art. 2a Abs. 1 Nr. 2 IngG).

Voraussetzungen

Erlaubnisvoraussetzung ist die Gleichwertigkeit der Ausbildung.

Die Gleichwertigkeit wird anhand des ausländischen Diploms und Fächerkatalogs geprüft; die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn unterstützt hierbei fachlich.

Als für die Prüfung notwendige Unterlagen sind beglaubigte Kopien vom Diplom und Fächerkatalog erforderlich. Die Übersetzungen müssen von einem in Deutschland öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer gefertigt werden.

Fristen

Dauer des Verfahrens: ca. 2 - 3 Monate

Erforderliche Unterlagen

  • Lebenslauf
  • Personalausweis in beglaubigter Kopie
  • Meldebescheinigung
  • Ausbildungsnachweis (Diplom usw.) in beglaubigter Kopie
  • Übersetzung des Ausbildungsnachweises (Diplom usw.) in beglaubigter Kopie
  • Fächerkatalog in beglaubigter Kopie Übersetzung durch einen öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer
  • Übersetzung des Fächerkatalogs in beglaubigter Kopie Übersetzung durch einen öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer
  • Geburtsurkunde/Heiratsurkunde (nur bei Namensänderungen erforderlich)

Kosten

300,00 bis 800,00 Euro gemäß Kostenverzeichnis zum Kostengesetz (Tarif-Nr. 5.IV.4.)

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

verwaltungsgerichtliche Klage

Weiterführende Links

Verwandte Lebenslagen

Verwandte Themen

Zuständiges Amt

Regierung von Schwaben
Fronhof 10
86152 Augsburg
+49 (0)821 327-01
+49 (0)821 327-2289
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (siehe BayernPortal)
Stand: 29.09.2017