JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Arbeitsmarktfonds, Beantragung von Fördermitteln zur Qualifizierung und Weiterbildung für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen

Aus dem Arbeitsmarktfonds werden Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung unterstützt. Zielgruppen des Arbeitsmarktfonds sind Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen (vor allem geht es um bessere Chancen für Langzeitarbeitslose, Ältere, Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen, Menschen mit Behinderung, Frauen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien sowie Migranten und Flüchtlinge).

Beschreibung

Zweck und Gegenstand

Aus dem Arbeitsmarktfonds werden auf Antrag Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung unterstützt, die eine "Anschubfinanzierung" oder eine befristete, vorzugsweise immer geringer werdende Förderung von in der Regel bis zu 3 Jahren (Ausnahme: Jobbegleiter und Akquisiteure) benötigen. Förderungen an einzelne Personen werden nicht ausgereicht.

Zielgruppen des Arbeitsmarktfonds sind Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen (arbeitnehmerbezogener Ansatz). Förderfähig sind in erster Linie Maßnahmen, die unter einen der folgenden vier Förderschwerpunkte fallen:

1a) Entwicklung und Erprobung innovativer Instrumente (Experimentiertopf) – Regionale Arbeitsmarktinitiativen

Dazu zählen insbesondere regionale Arbeitsmarktinitiativen ebenso wie neuartige Projekte zur Sicherung von regionalen Fachkräftebedarfen. Ebenso sind dies Projekte im Hinblick auf die Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels auf dem regionalen Arbeitsmarkt und Maßnahmen, welche die Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt in den Blick nehmen.

1b) Jobbegleiter (JB)

Zielgruppe der Jobbegleiter sind

  • Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive  über 25 Jahre,
  • anerkannte Asylbewerber über 25 Jahre,
  • Unternehmen und
  • im Einzelfall auch Langzeitarbeitslose mit Migrationshintergrund und Integrationshindernissen.

Jobbegleiter sollen diese Personen mit einem allumfassenden Blick bei der Integration in Ausbildung und Arbeit unterstützen bzw. gemeinsam mit dem vorhandenen Netzwerk koordinieren und als Lotse fungieren.

2a) Projekte zur Unterstützung von besonderen Personengruppen auf dem Weg in die Berufsausbildung und zum Berufsabschluss

Im Rahmen dessen können neuartige Maßnahmen

  • zur Förderung von Ausbildungsaktivitäten,
  • zur Überwindung von Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule (Abgangsklassen) in die Berufsausbildung sowie
  • zur Integration junger Erwachsener in das Berufsbildungssystem gefördert werden, soweit keine anderweitige, insbesondere gesetzliche Förderung erfolgt.

2b) Ausbildungsakquisiteure für deutsche Jugendliche, für Jugendliche mit Migrationshintergrund (AQ) sowie für Flüchtlinge (AQ-Flü)

Die jeweiligen Zielgruppen werden über die Möglichkeiten der Berufsausbildung sowie Gewinnung und Sicherung von Ausbildungsstellen informiert und beraten.
Für Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie jugendliche anerkannte Flüchtlinge, jugendliche Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive sowie jugendliche Geduldete sollen auch speziell zusätzliche Ausbildungsplätze und Plätze für Einstiegsqualifizierungen gesucht werden.

2c) Akquisiteure für Studienabbrecher (AQ'S)

Junge Menschen, die ihr Studium an einer bayerischen Hochschule oder Universität abgebrochen haben oder abbrechen werden, sollen für eine Ausbildung im dualen Ausbildungssystem gewonnen werden. Daneben werden Kontakte zu Unternehmen gepflegt, die der gezielten Suche von geeigneten Ausbildungsplätzen dienen sollen.

3) Beschäftigungsfördernde Maßnahmen der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit (AJS)

Mit Hilfe von neuen und neuartigen Maßnahmen der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit sollen soziale Benachteiligungen junger Menschen, die in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, ausgeglichen werden. Ebenso sollen Hilfestellungen zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen gegeben werden.
Ziel ist es, den Teilnehmenden die für den Übergang in Ausbildung und Arbeit erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Qualifikationen zu vermitteln.

4) Maßnahmen zur Verbesserung der Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt

Mit den Maßnahmen sollen geschlechtsspezifische Benachteiligungen oder durch familienbedingte Erwerbsunterbrechungen entstandene Benachteiligungen am Arbeitsmarkt ausgeglichen werden.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt ist jeder rechtsfähige Träger, der entsprechende Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung durchführt; dazu können auch Kommunen gehören.

Zuwendungsfähige Kosten

Gefördert werden ausschließlich projektbezogene Personal- und Sachkosten.

Art und Höhe

Befristete, anteilige, degressive (im 1. Jahr bis zu 90 %, im 2. Jahr bis zu 80 %, im 3. Jahr bis zu 70 %) Förderung der geplanten bzw. festgestellten projektbezogenen Kosten (Anteilfinanzierung entsprechend ANBest-P/ ANBest-K).
Bei den Förderschwerpunkten 1b und 2b befristete, anteilige (bis zu 90 %) Förderung der Personal- und Sachkosten. Die Sachkosten dürfen 15 % der Personalkosten nicht überschreiten.

Voraussetzungen

  • Maßgeblich ist, ob der Antrag (von der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds) für eine Förderung ausgewählt wird.
  • Die Maßnahmen sollen den Übergang der Teilnehmenden in den ersten Arbeitsmarkt fördern (z. B. durch Qualifizierungsmaßnahmen, Praktika).
  • Die Vorhaben müssen jedoch außerhalb der Aktivitäten der Bundesagentur für Arbeit, der Jobcenter wie auch außerhalb der Aktivitäten des Europäischen Sozialfonds oder anderer Europäischer Programme und den Maßnahmen des Bundes bzw. des Landes liegen.
  • Aus dem Arbeitsmarktfonds können grundsätzlich keine Projekte gefördert werden, die in der Vergangenheit von anderen Fördermittelgebern bezuschusst wurden. Die Maßnahmen sollen neu und neuartig sein.
  • Die Agentur für Arbeit und auch das Jobcenter vor Ort sind mit der Bitte um eine fachliche Beurteilung des Vorhabens und entsprechende Unterstützung zu beteiligen.
  • Ebenso sind die lokalen Akteure (Unternehmen, Betriebsräte, Kommunen, Kammern, etc) zu beteiligen; dies dient auch der Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen. Sofern in einem entsprechenden Fall eine sogenannte "Unbedenklichkeitsbescheinigung" der Kammern nicht vorgelegt werden kann, wird eine Förderung nicht erfolgen können.
  • Für die Projektdurchführung ist ein angemessener Eigenanteil des Projektträgers zu berücksichtigen. Der Eigenanteil des Projektträgers beträgt grundsätzlich 10 Prozent.
  • Die Gesamtfinanzierung des Projekts muss gesichert sein.
  • Hinsichtlich zusätzlicher Mittel von dritter Seite sind entsprechende Bestätigungen der jeweiligen Stellen einzureichen (sogenannte Kofinanzierungsbestätigungen).
  • Eine Finanzierungsbeteiligung des Arbeitsmarktfonds an Transfergesellschaften und an Projekten mit Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II ist ausgeschlossen.

Verfahrensablauf

Der Antrag ist während der Antragsfrist ausschließlich in elektronischer Form per E-Mail an arbeitsmarktfonds@stmas.bayern.de (E-Mail-Postfach des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales) zu übersenden. Der Antrag zu den Förderschwerpunkten 1b, 2b und 2c kann jederzeit übersandt werden.

Der Antrag ist als pdf-Datei mit Unterschrift (qualifizierte elektronische Signatur oder handschriftlich unterschrieben und dann eingescannt) einzureichen. Es wird empfohlen, die Anträge auf Förderung von Projekten gleichzeitig auch den Ansprechpartnern bei den jeweiligen Regierungen zu übermitteln.

Die jeweilige Antragsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt: Anträge, die verspätet eingehen, oder für die bis zu diesem Zeitpunkt wesentliche Unterlagen und Informationen fehlen, können bei der Auswahl der Projekte durch die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Auswahl und die Begleitung der Projekte erfolgt durch die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds, die sich aus Vertretern der Bayerischen Staatsregierung, der Wirtschaftsorganisationen, der Gewerkschaften und der Arbeitsverwaltung zusammensetzt.

Sofern Ihr Antrag für eine Förderung ausgewählt wurde, müssen Sie den Antrag ggf. weiter präzisieren (Konzept, Kosten- und Finanzierungsplan), so dass die dann zuständigen Regierungen weitere Schritte (wie den Bewilligungsbescheid) vornehmen können.

Für die verwaltungstechnische Abwicklung der Projekte sind anschließend die Regierungen zuständig.

Hinweise

  • Insbesondere werden Maßnahmen in den Regionen unterstützt, in denen die Lage nicht so gut ist wie im bayerischen Durchschnittswert.
  • Der Arbeitsmarktfonds kann nicht länger als drei Jahre Fördermittel zur Finanzierung eines Vorhabens bereitstellen. Solange die Förderung für einen kleineren Zeitraum erfolgt, können Verlängerungsanträge gestellt werden.
  • Ziel soll es sein, das Projekt nach Auslaufen der Förderung auf der Grundlage einer anderen Finanzierung fortzuführen.
  • Die geförderten Maßnahmen werden auf ihre arbeitsmarktliche Wirksamkeit und dauerhafte Etablierung geprüft. Mit dem Antrag auf Fördermittel verpflichten Sie sich zur Mithilfe an den notwendigen Erhebungen.
  • Ein Projektstart ist bei Auswahl des Projektes für eine Förderung ab Oktober des gleichen Jahres realistisch.

Fristen

Antragsfrist: 5. Mai 2018 (Ausgenommen sind Maßnahmen entsprechend der Förderschwerpunkte 1b), 2b) und 2c)

Bearbeitungsdauer

Nach der Antragsphase folgt die Bewertungsphase, die Ende Juli 2018 mit der Auswahl der förderfähigen und förderwürdigen Projekte durch die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds endet.

Anschließend erhalten Sie als Antragsteller eine Mitteilung über das Ergebnis.

Sofern Ihr Antrag für eine Förderung ausgewählt wurde, müssen Sie den Antrag ggf. weiter präzisieren (Konzept, Kosten- und Finanzierungsplan), so dass die dann zuständigen Regierungen weitere Schritte (wie den Bewilligungsbescheid) vornehmen können.

Eine gesetzliche Bearbeitungsfrist gibt es nicht. Alle Beteiligten sind darum bemüht, das Verfahren so zügig und reibungslos wie möglich zu betreiben.

Erforderliche Unterlagen

  • Angaben bei Anträgen auf Förderung von Jobbegleitern Max. 15 Seiten mit den in der Kurzfassung des Antrags geforderten Informationen (siehe oben). Die Ausführungen zum wesentlichen Inhalt sind um Aussagen zur beabsichtigten Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu ergänzen.
  • Angaben in der Kurzfassung des Antrags (max. 8 Seiten)

    aufzunehmende Informationen:

    • Träger, Ansprechpartner, Kontaktdaten,
    • Name und Ziel des Projektes,
    • Durchführungsort und Arbeitsagenturbezirk,
    • Förderschwerpunkt des Arbeitsmarktfonds und Zielgruppe,
    • beantragt
    • Angaben bei Anträgen auf Förderung von Ausbildungsakquisiteuren (und Ausbildungsakquisiteuren für Flüchtlinge) In der Kurzfassung des Antrags geforderten Informationen (siehe oben) sowie folgende Punkte sind zu beschreiben:
      • Beschreibung der Tätigkeit jeweils in der Akquise-, Betreuungs-, Vermittlungs- und Nachsorge-Phase.
      • Beschreibung hinsichtli

Kosten

Es fallen für Sie als Antragsteller keine Kosten und keine Gebühren im Rahmen der Antragstellung an.

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Es ist kein Rechtsbehelf gegen die Auswahlentscheidung der Arbeitsgruppe möglich, da auf die Förderung kein Rechtsanspruch besteht. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Freistaates Bayern.

Weiterführende Links

Verwandte Lebenslagen

Verwandte Themen

Zuständiges Amt

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Winzererstr. 9
80797 München
+49 (0)89 1261-01
+49 (0)89 1261-1122
Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach
+49 (0)981 53-0
+49 (0)981 53-1206
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)
Stand: 03.07.2018