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Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Flüchtlings- und Integrationsberatung für Erwachsene, Beantragung einer Landesförderung

Die Flüchtlings- und Integrationsberatung stellt ein professionelles Beratungsangebot für neu zugewanderte, dauerhaft bleibeberechtige Menschen mit Migrationshintergrund sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber dar. Sie wird von den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene sowie die Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städten durchgeführt. Die Migrationsberatung der Bundesregierung wird durch die Flüchtlings- und Integrationsberatung des Freistaats Bayern ergänzt.

Beschreibung

Die Flüchtlings- und Integrationsberatung stellt ein professionelles Beratungsangebot für neu zugewanderte, dauerhaft bleibeberechtige Menschen mit Migrationshintergrund sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber dar. In ihr werden die bis 2017 bestehenden getrennten Bereiche der Asylsozialberatung und der Migrationsberatung zu einer Beratungsstruktur zusammengefasst. Die Beratung berücksichtigt die jeweilige Bedarfslage zielgruppenspezifisch. Als Beratungsziele kommen insbesondere die Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der wechselseitigen Akzeptanz zwischen Zugewanderten in Betracht, die Konfliktbewältigung, Hilfe bei Krankheiten und Behinderung, allgemeine Unterstützung bei der beruflichen Integration, Besuch von Kindertageseinrichtungen, die Aufklärung über Möglichkeiten des Schutzes gegen Gewalt, Eröffnung und Verbesserung der Integrationschancen, Förderung der Partizipation und Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund sowie das Geben von Hinweise auf die Reisebeihilfen und Startbeihilfen. Sie wird von den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene sowie die Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städten durchgeführt. Die Migrationsberatung der Bundesregierung wird durch die Flüchtlings- und Integrationsberatung des Freistaats Bayern ergänzt.

Zweck

Ziel der Förderung ist es, den Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund und ihrer Familienangehörigen nach dem Grundsatz Fördern und Fordern zu stärken, um einerseits die Teilhabechancen in unserem Land und andererseits das gelebte Miteinander der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund vor Ort zu unterstützen.

Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit unbekannter beziehungsweise ohne gute Bleibeperspektive sollen objektiv und realistisch über ihre Situation in Deutschland und auf entsprechende Hilfsangebote des Freistaates Bayern für eine freiwillige Rückkehr oder Weiterwanderung hingewiesen werden. Zudem sollen die Personen durch Orientierungshilfe, Beratung und Information in die Lage versetzt werden, die auftretenden Alltagesprobleme besser gewältigen zu können; die Beratung dient auch dem Zweck, über die Grundzüge des deutschen Gemeinwesens, insbesondere über die Subsidiarität staatlicher Transferleistungen, aufzuklären.

Gegenstand

Gefördert wird im Rahmen des Zuwendungszwecks die Beschäftigung von Fachkräften für die Beratungs- und Betreuungstätigkeiten, von Fachkräften, die in der Koordinierung der Beratung tätig sind sowie der hierfür erforderlichen Verwaltungskräfte. Weiterhin werden Betreuungskräfte zur Sicherstellung einer niedrigschwelligen Betreuung von minderjährigen Kindern in Aufnahmeeinrichtungen gefördert.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene sowie die Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte in Bayern.

Zuwendungsfähige Ausgaben

Zuwendungsfähig sind ausschließlich die Eigenpersonalkosten  für die Beratungskräfte, die Kinderbetreuungskräfte in Aufnahmeeinrichtungen und die Verwaltungs- und Koordinierungskräfte, die ausschließlich im Zusammenhang mit Tätigkeiten im Rahmen der Flüchtlings- und Integrationsberatung stehen. Die Höhe der zuwendungsfähigen Personalausgaben bemisst sich nach einem Höchstsatz (Personalausgabenhöchstsatz).

Art und Höhe

Die Zuwendung wird als Anteilfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung gewährt; jedoch maximal 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch im Rahmen zur Verfügung stehender Haushaltsmittel.

Voraussetzungen

  • Antragstellungsberechtigt sind die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene sowie die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern.
  • Die Antragstellung für das Folgejahr hat bis 15.11. des Vorjahres zu erfolgen.
  • Die Beratungskräfte sollen die Qualifikation einer Diplom-Sozialpädagogin/eines Diplom-Sozialpädagogen bzw. einer Diplom-Sozialarbeiterin/eines Diplom-Sozialarbeiters bzw. eines entsprechenden Bachelor-/Masterabschlusses oder gleichwertige Qualifikationen, die zur Flüchtlings- und Integrationsberatung besonders befähigen, nachweisen.

Verfahrensablauf

Antragstellung

Anträge sind unter Verwendung der bei der Regierung von Mittelfranken, Sachgebiet 15 - Landesaufnahmestelle erhältlichen Vordrucke zu erstellen und bei dieser einzureichen. Dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ist ein Abdruck (mit Anlagen) zu übersenden. Den Anträgen sind ein Ausgaben- und Finanzierungsplan, der auf die pauschalierten Personalkosten abstellt, sowie eine Übersicht über das eingesetzte Personal beizufügen.

Bewilligung

Zuständig für die Bewilligung ist die Regierung von Mittelfranken. Zuwendungen können grundsätzlich nur dann bewilligt werden, wenn mit dem jeweiligen Projekt noch nicht begonnen wurde. Bewilligungszeitraum ist grundsätzlich die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember.

Stellenwiederbesetzung/Neuschaffung

Vor Wiederbesetzung von Stellen sowie vor Einrichtung neuer Stellen oder der Veränderung bereits bestehender Stellen in der allgemeinen Migrationsberatung ist die Zustimmung des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration einzuholen.

Hinweise

Die Förderung entfällt, wenn für die entstehenden zuwendungsfähigen Personalausgaben anderweitige Mittel des Freistaates Bayern oder des Bundes in Anspruch genommen werden. Eine Komplementärförderung (Kofinanzierung) mit Mitteln der Kommunen oder der Europäischen Union ist möglich.

Fristen

Anträge auf Förderung nach der Beratungs- und Integrationsrichtlinie - BIR für die Flüchtlings- und Integrationsberatung sind bis spätestens zum 15.11. des aktuellen Jahres für das Folgejahr zu stellen.

Erforderliche Unterlagen

  • Ausgaben- und Finanzierungsplan (siehe unter "Formulare")
  • Übersicht über das eingesetzte Personal und dessen Ausgaben (siehe unter "Formulare")
  • Übersicht über die vom Bund geförderten Beratungskräfte der Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer (nur notwendig, falls ebenfalls beim Bund eine Zuwendung für die Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer beantragt wurde)

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Verwandte Lebenslagen

Verwandte Themen

Zuständiges Amt

Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach
+49 (0)981 53-0
+49 (0)981 53-1206
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)
Stand: 09.04.2018