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Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Migrationsberatung für Erwachsene, Beantragung einer Landesförderung

Die Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer (MBE) stellt ein professionelles Beratungsangebot für Menschen mit Migrationshintergrund und dauerhaftem Bleiberecht dar. Sie wird von den Verbändern der Freien Wohlfahrtspflege durchgeführt. Die MBE wird primär durch die Bundesregierung finanziert, jedoch ergänzt der Freistaat Bayern Bundes-MBE durch die Landes-MBE, wo zusätzlicher Bedarf besteht.

Beschreibung

Die "Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer" (MBE) wurde im Jahr 2005 bundesweit eingeführt (Rechtsgrundlage: § 75 Nr. 9, § 45 Satz 1 Aufenthaltsgesetz). Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Caritas, Diakonie, Paritätischer, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, etc.) haben in ganz Deutschland entsprechende Beratungsstellen etabliert, in der Regel dort wo konkreter Beratungsbedarf für Migrantinnen und Migranten besteht.

Mit der MBE soll in Ergänzung zum Integrationskurs ein individuelles Beratungsangebot für erwachsene Neuzuwanderer (Ausländer und Spätaussiedler) geschaffen werden. Die Zuwanderer sollen dadurch zu selbstständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens befähigt werden. Eine gezielte Einzelfallbegleitung soll die Potenziale der Zuwanderer ermitteln sowie darauf zugeschnittene Integrationsmaßnahmen zusammenstellen und in einem Förderplan festschreiben. Die MBE wird primär von der Bundesregierung finanziert, jedoch ergänzt der Freistaat Bayern das Bundesangebot durch die landesgeförderte Migrationsberatung.

Zweck

Ziel der Förderung ist es, den Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund und ihrer Familienangehörigen nach dem Grundsatz Fördern und Fordern zu stärken, um einerseits die Teilhabechancen in unserem Land und andererseits das gelebte Miteinander der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund vor Ort zu unterstützen.

Gegenstand

Gefördert wird im Rahmen des Zuwendungszwecks die Beschäftigung von Fachkräften in der Migrationsberatung sowie in der Landeskoordination, einschließlich der hierfür erforderlichen Verwaltungskräfte.

Die Beratungskräfte sollen

neu zuwandernde Menschen mit Migrationshintergrund grundsätzlich in den ersten drei Jahren nach ihrer Einreise sowieseit längerem in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund mit Integrationsbedarf bei ihrer Integration begleiten,

soweit diese Personengruppen nicht ausschließlich durch die Jugendmigrationsdienste (JMD) im Rahmen der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betreut werden können.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene.

Zuwendungsfähige Ausgaben

Zuwendungsfähig sind ausschließlich die Eigenpersonalkosten der allgemeinen Migrationsberatung, im Ausnahmefall Fremdpersonalkosten. Die Höhe der zuwendungsfähigen Personalausgaben bemisst sich nach Kostenpauschalen.

Art und Höhe

Die Zuwendung wird als Anteilfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung gewährt; jedoch maximal 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch im Rahmen zur Verfügung stehender Haushaltsmittel.

Voraussetzungen

  • Antragstellungsberechtigt sind ausschließlich die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege.
  • Die Antragstellung für das Folgejahr hat bis 31.10. des Vorjahres zu erfolgen.
  • Die Beratungskräfte müssen die Qualifikation einer Diplom-Sozialpädagogin/eines Diplom-Sozialpädagogen bzw. einer Diplom-Sozialarbeiterin/eines Diplom-Sozialarbeiters bzw. eines entsprechenden Bachelor-/Masterabschlusses oder gleichwertige Qualifikationen, die zur Migrationsberatung besonders befähigen, nachweisen. Bei Neueinstellungen sind die formalen Qualifikationskriterien einzuhalten.

Verfahrensablauf

Antragstellung

Anträge sind unter Verwendung der bei der Regierung von Mittelfranken, Sachgebiet 15 - Landesaufnahmestelle erhältlichen Vordrucke zu erstellen und bei dieser einzureichen. Dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ist ein Abdruck (mit Anlagen) zu übersenden. Den Anträgen sind ein Ausgaben- und Finanzierungsplan, der auf die pauschalierten Personalkosten abstellt, sowie eine Übersicht über das eingesetzte Personal beizufügen.

Bewilligung

Zuständig für die Bewilligung ist die Regierung von Mittelfranken. Zuwendungen können grundsätzlich nur dann bewilligt werden, wenn mit dem jeweiligen Projekt noch nicht begonnen wurde. Bewilligungszeitraum ist grundsätzlich die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember.

Stellenwiederbesetzung/Neuschaffung

Vor Wiederbesetzung von Stellen sowie vor Einrichtung neuer Stellen oder der Veränderung bereits bestehender Stellen in der allgemeinen Migrationsberatung ist die Zustimmung des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration einzuholen.

Hinweise

Die Förderung entfällt, wenn für die entstehenden zuwendungsfähigen Personalausgaben anderweitige Mittel des Freistaates Bayern oder des Bundes in Anspruch genommen werden. Eine Komplementärförderung (Kofinanzierung) mit Mitteln der Kommunen oder der Europäischen Union ist möglich.

Fristen

Anträge auf Förderung nach der Integrationsrichtlinie (IntR) für die Migrationsberatung sind bis spätestens zum 31.10. des aktuellen Jahres für das Folgejahr zu stellen.

Erforderliche Unterlagen

  • Ausgaben- und Finanzierungsplan (siehe unter "Formulare")
  • Übersicht über das eingesetzte Personal und dessen Ausgaben (siehe unter "Formulare")
  • Übersicht über die vom Bund geförderten Beratungskräfte der Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer (nur notwendig, falls ebenfalls beim Bund eine Zuwendung für die Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer beantragt wurde)

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Verwandte Lebenslagen

Verwandte Themen

Zuständiges Amt

Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach
+49 (0)981 53-0
+49 (0)981 53-1206
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (siehe BayernPortal)
Stand: 04.01.2018