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Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Beantragung einer Förderung für hauptamtliche Integrationslotsinnen und Integrationslotsen

Der Freistaat Bayern stellt den Ehrenamtlichen mit den Integrationslotsen hauptamtliche Unterstützung zur Seite und sorgt damit Hand in Hand mit den Kommunen für eine weiterhin gelingende Integration in Bayern. Ehrenamtlich Tätige können sich mit allen Fragen rund um die Themen Integration und Asyl an diesen zentralen Ansprechpartner wenden. Die hauptamtlichen Integrationslotsinnen und Integrationslotsen decken auch die Aufgaben der bisherigen Ehrenamtskoordinatoren Asyl mit ab.

Die hauptamtlichen Integrationslotsinnen und Integrationslotsen sind auf kommunaler Ebene tätig. Hier erhalten die Ehrenamtlichen des jeweiligen Landkreises Unterstützung, Informationen und Schulungen. Die Lotsen wirken vor Ort aber auch als Koordinatoren und Netzwerker. In der Modellprojektphase vom 01.05.2017 bis 31.12.2017 wurde 25 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten die Förderung eines Lotsen ermöglicht. Sie sind in kommunale Strukturen eingebettet und an die Bedarfe des jeweiligen Landkreises oder einer kreisfreien Stadt angepasst. Rahmengebend für die Schulung der Ehrenamtlichen ist das vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement entwickelte Rahmencurriculum für ehrenamtliche Integrationsbegleiter in Bayern.

Seit 01.01.2018 wird die Förderung bayernweit auf alle Landkreise und kreisfreien Städte ausgeweitet.

Beschreibung

Zweck

Ziel der Förderung ist es, bayernweit verlässliche Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Integration und Asyl zu schaffen. Darüber hinaus soll eine stärkere Vernetzung der Ehrenamtlichen herbeigeführt und zudem die Gewinnung von neuen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt werden.

Die hauptamtlichen Koordinatoren fungieren als zentrale Ansprechpartner von Helfenden, Initiativen, Verbänden, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Behörden. In vielen Regionen haben sich bereits ehrenamtliche Versorgungsstrukturen gebildet. Dort sollen die Hauptamtlichen in erster Linie bestehende Organisationen und Initiativen koordinieren und unterstützen sowie auf eine übergeordnete regionale Netzwerkarbeit und Ehrenamts-/Freiwilligenbegleitung und -betreuung abzielen.

Dort, wo noch keine Ehrenamts-/Freiwilligen-Versorgungsstruktur aufgebaut wurde, setzen die Koordinatoren den Fokus zunächst auf die Gewinnung und Bindung von Freiwilligen, aber auch auf Koordination, gezielte Vernetzung und Betreuung. Voraussetzung für eine gute Koordinationsstruktur ist, den Bedarf und die Ressourcen vor Ort auf kommunaler Ebene zu ermitteln und mit vorhandenen Strukturen und Dienstleistungsangeboten zu vernetzen.

Den Hauptamtlichen kommt zudem die Aufgabe zu, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Durch diese Arbeit können Koordinatoren und auch Ehrenamtliche Einfluss auf die Stimmung in der Bevölkerung nehmen.

Weitere Aufgaben der Koordinatoren sind Schulung, Begleitung, Fortbildung und Supervision der Ehrenamtlichen. Darüber hinaus sollen sie hinsichtlich der Rahmenbedingungen für das Engagement beraten und informieren.

Gegenstand

Gefördert werden hauptamtliche Integrationslotsinnen und Integrationslotsen zur Koordination und Unterstützung ehrenamtlicher Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleiter sowohl im Bereich der Integration als auch Asyl auf kommunaler Ebene.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern. Bedient sich die Kommune Dritter, ist eine Weiterleitung der Zuwendung unter Maßgabe der VV Nr. 13 zu Art. 44 BayHO zu regeln. Kooperationen mehrerer Kommunen sind möglich, solange gegenüber dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration nur eine Kommune als Zuwendungsempfänger auftritt (sog. interkommunale Zusammenschlüsse).

Art, Umfang und zuwendungsfähige Kosten

Die Förderung besteht in der Gewährung einer Zuwendung, die im Rahmen einer Projektförderung als Anteilfinanzierung ausgereicht wird.

Die Höhe der Förderung nach der Richtlinie beläuft sich auf 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, d.h. projektbezogene Personalausgaben, Sachausgaben sowie Gemeinausgaben. Als Zuwendungshöchstbetrag wurden 60.000 Euro pro Kalenderjahr festgelegt.

Die staatliche Förderung setzt eine Beteiligung des Zuwendungsempfängers, also der Landkreise und kreisfreien Gemeinden, in Höhe von mindestens 20 % der zuwendungsfähigen Projektausgaben voraus, wobei der Eigenanteil teilweise durch Drittmittel ersetzt werden kann.

Eine Förderung wird in der Regel nur gewährt, wenn die abschließend festgestellten zuwendungsfähigen Ausgaben 10.000 Euro überschreiten (Bagatellgrenze).

Voraussetzungen

  • Anträge können nur von Landkreisen und kreisfreien Städten gestellt werden.
  • Die Schaffung der Stelle muss aus zuwendungsrechtlichen Gründen zwingend nach der Zustimmung zum Bewilligungszeitraum erfolgen, um als zuwendungsfähig zu gelten. Nach allgemeinen förderrechtlichen Grundsätzen ist die Förderung von bereits bestehenden Stellen nicht zulässig. Dies kann dann anders zu bewerten sein, wenn sich der wesentliche Aufgabenbeschrieb einer bereits bestehenden Stelle ändern soll.
  • Eigenanteil der Kommune in Höhe von mind. 20 % der zuwendungsfähigen Projektausgaben (d.h. 40 % der zuwendungsfähigen Projektausgaben können durch Drittmittel finanziert werden)

Verfahrensablauf

Der Antrag ist in schriftlicher und elektronischer Form rechtzeitig vor Beginn des Projekts (in der Regel mindestens sechs Wochen) bei der Regierung von Mittelfranken als Bewilligungsbehörde einzureichen.

Der Antrag auf Förderung hat unter Verwendung des durch die Regierung von Mittelfranken bereitgestellten Antragsformulars zu erfolgen und beinhaltet einen Kosten- und Finanzierungsplan.

Fristen

Die Förderung kann für das jeweilige Kalenderjahr beantragt werden. Förderanträge für das Jahr 2019 sollten bis spätestens 15.11.2018 bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht werden. Anträge für das laufende Jahr 2018 können hingegen jederzeit eingereicht werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Antrag rechtzeitig vor Beginn des Projekts (in der Regel mindestens sechs Wochen) bei der Bewilligungsbehörde einzureichen ist.

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Verwandte Lebenslagen

Verwandte Themen

Zuständiges Amt

Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach
+49 (0)981 53-0
+49 (0)981 53-1206
Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration (siehe BayernPortal)
Stand: 18.04.2018