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Leistungen

Verwaltungsservice Bayern

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Beantragung einer Förderung durch zugelassene Träger

Der Freistaat Bayern gewährt als Landesförderung Zuwendungen an die in Bayern zugelassenen Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres, die in Bayern das Freiwillige Soziale Jahr durchführen.

Beschreibung

Der Freistaat Bayern gewährt nach Maßgabe der Richtlinien zur Förderung der Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in Bayern (FSJ-Förderung) und der allgemeinen haushaltsrechtlichen Bestimmungen sowie des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) vom 16. Mai 2008 Zuwendungen an die zugelassenen Träger zur Durchführung des FSJ in Bayern. Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Zweck der Förderung

Ziel der Förderung ist es, in Bayern eine bedarfsgerechte Anzahl von Plätzen für Teilnehmer im FSJ nach dem JFDG zu erreichen und diese mit einer qualitativ hochwertigen Durchführung zu sichern.

Gegenstand der Förderung

Gefördert wird die pädagogische Begleitung der Teilnehmenden am FSJ in bayerischen Einsatzstellen gemäß § 3 Abs. 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 JFDG und die mit der Durchführung des FSJ im Zusammenhang stehende Verwaltungstätigkeit der Träger.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die gemäß § 10 JFDG für die Durchführung des FSJ in Bayern zugelassenen Träger. Dies sind:

  • die Verbände, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen sind, und ihre Untergliederungen,
  • Religionsgemeinschaften mit dem Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft,
  • die Gebietskörperschaften sowie nach näherer Bestimmung der Länder sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts,
  • Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres, die von der zuständigen Landesbehörde zugelassen wurden.

Art der Zuwendung

Die Zuwendung wird als Festbetrag im Rahmen einer Projektförderung gewährt.

Zuwendungsfähige Kosten

Als förderfähige Ausgaben/zuwendungsfähige Kosten kommen insbesondere in Betracht:

  • Kosten der Seminare (insbesondere Raummiete, Referentenhonorare, Seminarmaterialien, Unterkunft und Verpflegung, Fahrtkosten)
  • Personalkosten für haupt- und nebenberufliche pädagogische Fachkräfte. Regelmäßig wird je 40 Freiwillige eine Vollzeitkraft anerkannt; die Förderfähigkeit beschränkt sich auf die Kosten für vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
  • Personalkosten der Träger für die im Zusammenhang mit der Durchführung des FSJ stehende Verwaltung. Die Förderfähigkeit beschränkt sich auf die Kosten für vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
  • Sachkosten der Träger, die im Zusammenhang mit der Durchführung des FSJ stehen (insbesondere Informations- und Bewerbungsmaterialien, Arbeits- und Büromaterial, Post- und Fernmeldegebühren)

Umfang der Förderung und Förderzeitraum

Die Förderung erfolgt als Festbetrag – Teilnehmerpauschale – je tatsächlich tätiger/tätigem Freiwilligen und je nach Dienstmonaten.

Die Höhe der Pauschale beträgt bis zu 335 Euro bei zwölfmonatiger Dienstzeit, bei Verlängerungen der Dienstzeit über zwölf Monate hinaus beträgt die Pauschale für jeden weiteren Dienstmonat bis zu 15 Euro. Bei Dienstzeiten von weniger als zwölf Monaten beträgt die Pauschale bis zu 25 Euro je vollem Dienstmonat.

Die Zuwendungsbeträge verringern sich, wenn der Träger im Bewilligungszeitraum einen Überschuss erzielt, um die Höhe des Überschusses, höchstens bis zur Zuwendungshöhe. Der Träger hat einen angemessenen Anteil, in der Regel mindestens 10 Prozent, an den zuwendungsfähigen Ausgaben aus Eigenmitteln oder Eigenmitteln und Drittmitteln zu erbringen. Können Eigenmittel nicht eingebracht werden, kann der Anteil auch vollständig aus Drittmitteln erbracht werden.

Voraussetzungen

  • Der FSJ-Träger gewährleistet die rechtmäßige Durchführung des FSJ in Bayern.
  • Die Mindeststandards für die Qualität im FSJ in Bayern sind einzuhalten.
  • Es ist sicherzustellen, dass ein Mindestbetrag für Taschengeld in Höhe von 150 Euro an die Freiwilligen geleistet wird, wenn Unterkunft und Verpflegung kostenfrei ermöglicht werden.
  • Ist die Erbringung von Sachleistungen an die Freiwilligen nicht möglich, darf die Gesamtsumme aller Leistungen an die Freiwilligen (Taschengeld und entsprechende Geldersatzleistung für Unterkunft und Verpflegung) eine Höhe von 300 Euro monatlich nicht unterschreiten.

Verfahrensablauf

Die Förderung erfolgt nach FSJ-Projektjahren (1. September bis 31. August des Folgejahres).

Der Förderantrag ist schriftlich beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) einzureichen. Der Antrag besteht aus dem Antragsvordruck einschließlich der erforderlichen Antragsunterlagen. Das ZBFS leitet die Unterlagen zur Antragstellung eigenverantwortlich den in Bayern zugelassen FSJ-Trägern rechtzeitig vor Beginn des neuen Projektjahres zu. Sie können ggf. auch direkt beim ZBFS angefordert werden. Für die Antragstellung und den Verwendungsnachweis sind die beim ZBFS verfügbaren Formblätter zu verwenden.

Das ZBFS prüft die Anträge, bewilligt die Zuwendungen und führt die Prüfung des Verwendungsnachweises einschließlich etwaiger Rückforderungen durch.

Hinweise

Die Förderung nach den geltenden FSJ- Richtlinien entfällt, wenn für die Maßnahme anderweitige Mittel des Freistaates Bayern oder Mittel aus einem Programm der Europäischen Union in Anspruch genommen werden. Maßnahmen, die für regelmäßig weniger als fünf Freiwillige durchgeführt werden, werden nicht gefördert.

Fristen

Anträge sind schriftlich jeweils zum 15. Oktober beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) einzureichen.

Das ZBFS weist als Förderbehörde auf die zu beachtenden Fristen hin.

Bearbeitungsdauer

Nach Vorlage eines vollständigen entscheidungsreifen Antrags beim ZBFS ist mit einer Bearbeitungsdauer desselben von rund 3 bis 4 Monaten zu rechnen.

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Verwandte Lebenslagen

Zuständiges Amt

Zentrum Bayern Familie und Soziales Dienstort Bayreuth Hegelstraße
Hegelstr. 2
95447 Bayreuth
+49 (0)921 605-1
+49 (0)921 605-2900
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (siehe BayernPortal)
Stand: 16.10.2017