JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Ortsteile

Das Gemeindegebiet auf einem Blick

Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Hauptort Georgensgmünd noch die zwölf Ortsteile Friedrichsgmünd, Hämmerleinsmühle, Hauslach, Mäbenberg, Mauk, Oberheckenhofen, Obermauk, Petersgmünd, Rittersbach, Untersteinbach, Weinmannshof und Wernsbach.

Georgensgmünd

Georgensgmünd ist der eigentliche Kernort der heutigen Gemeinde. Das 1304 erstmals erwähnte "Gmündt" gruppierte sich um den Marktplatz und den romanischen Vorgängerbau der evangelischen St. Georg Kirche, von der die Ortschaft später auch ihren Namen erhielt.

Der Namenspatron von Georgensgmünd ist der Heilige Georg. Der Heilige Georg wird als Märtyrer und Drachentöter verehrt. Er zählt zu den 14. Nothelfern und ist der Schutzpatron verschiedener Länder, Familien, Ritterorden, Städte und Gemeinden. Er hat im 3./4. Jahrhundert gelebt und ist wahrscheinlich am 23. April 303 gestorben. Weitere historische Daten sind ungewiss. Mit der Legende als Drachentöter bringt ihn die Geschichtsforschung im Mittelalter in Verbindung.

Friedrichsgmünd

Friedrichsgmünd ist der größte Ortsteil der Gemeinde. Doch von Friedrichsgmünd sprechen nur noch wenige, da der Ortsteil kaum mehr eigenständig wahrnehmbar ist. Hier befinden sich das Rathaus, der Bahnhof, die Schule, das Hallenbad und die Sportplätze sowie zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte.

Namensgeber für Friedrichsgmünd war Johann Friedrich, der Sohn des Ansbacher Markgrafen Albrecht V., der das Schlösslein nahe der Brücke am rechten Ufer der Fränkischen Rezat erbauen ließ. Dieses Jagdschlösslein bildete die Keimzelle Friedrichsgmünds. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden hier zahlreiche neue Häuser und viele Juden ließen sich auf der Friedrichsgmünder Seite der Rezat nieder.

Der Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1849 begünstigte die weitere Entwicklung des Ortsteils. Es wurde weiterhin kräftig gebaut: Wohnsiedlungen, Geschäfte, Hopfenhallen, Fabriken, das Sanatorium Dr. Mehler (1912) und die katholische Kirche St. Wunibald (1932).

Heute gilt die Bahnhofstraße in Friedrichsgmünd als die Lebensader der Gemeinde. Und sie lässt vergessen, dass das Zentrum eigentlich auf der anderen Flussseite rund um die evangelische Kirche St. Georgs und den Marktplatz zu finden ist.

Hämmerleinsmühle

Nordwestlich von Georgensgmünd liegt im Steinbachtal die Hämmerleinsmühle. Das Anwesen mit zwei Häusern ist der kleinste Gmünder Ortsteil. Die Mühle wurde erstmals urkundlich im Jahr 1511 als „des segers güthlein“, also als Sägemühle erwähnt.

Später wurde sie zu einer Mühle und im 18. Jahrhundert zu einem Hammerwerk umgebaut. Um 1900 legten die Besitzer dann die aufgestauten Mühlweiher trocken und bauten dort Hopfen an. Das Anwesen war bis 1959 Mahl- und Sägemühle. Funde von Eisenschlacke, eines so genannten Rennofens unweit der Mühle weisen auf eine frühe Drahtherstellung hin, aus dem Nägel und Nadeln gefertigt wurden.

Hauslach

Der Ortsteil Hauslach im Westen Georgensgmünds wurde im Jahr 1316 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Diese unterzeichneten damals sechs Bauern. Doch schon in der frühen Bronzezeit lebten hier Menschen. Bei Grabungen wurden etliche Steinwerkzeuge gefunden, darunter einige fein geschliffene Steinbeile. Im späten Mittelalter baute man in der Hauslacher Gegend Erz ab. Wegen mangelnder Qualität wurde jedoch die Förderung des Gesteins bald wieder eingestellt.

Viel erfolgreicher verlief die Geschichte des Hopfenanbaus in dem Weiler. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert ist der Anbau des „grünen Goldes“ hier belegt. Im Vergleich zu anderen Gmünder Ortsteilen standen hier sehr viel mehr Hopfenstangen. Der Hauslacher Hopfen erhielt im Jahr 1900 sogar eine internationale Auszeichnung auf der Weltausstellung in Paris. Wie wichtig der Hopfen für die Entwicklung des Dorfes war, zeigt auch die Bauweise der Häuser mit ihren hohen Dächern und den Lüftungsgauben für die Trocknung der Dolden. Die prägnanten Fachwerkhäuser sind hübsch restauriert. Heute hat der Weiler knapp 70 Einwohner.

Mäbenberg

Die Häuser Mäbenbergs – heute leben hier rund 420 Einwohner – stehen hufeisenförmig entlang der Straße rund um einen weiten Wiesengrund. Funde aus der Bronzezeit lassen darauf schließen, dass die Gegend um Mäbenberg bereits vor rund 3.000 Jahren besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes war um 1300. Ein Kleinod ist die Dorfkirche St. Oswald, die an der Ostseite des Turms die Jahreszahl ihrer Weihe eingemeißelt trägt: 1489. Den kleinen Kirchenraum beherrscht der spätmittelalterliche Schnitzaltar mit dem heiligen Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde, der Heiligen Anna mit Maria und den Heiligen Sebastian und Jakob.

An der Nordwand der Kirche erinnert eine Gedenktafel an Konrad von Megenberg, den berühmtesten Sohn des Dorfes. Der Theologe und Naturheilkundler lebte von 1309 bis 1374 und verfasste neben bedeutenden theologischen Werken auch die erste umfassende Naturkunde in deutscher Sprache. Er lehrte in Paris und Wien und unternahm als Gesandter des Kaisers Karl IV. Reisen an die Kurie von Avignon. 1348 wurde er Domherr in Regensburg. Immer wieder ließ er Bezüge zu seiner Heimat Mäbenberg einfließen.

Hochgiebelige Sandsteinhäuser und der Hopfenbrunnen vor der Kirche zeugen von der einstigen Haupteinnahmequelle der Mäbenberger, dem Hopfenbau, der besonders im 19. Jahrhundert zu einem bescheidenen Wohlstand führte.     

Heute spielt die Landwirtschaft keine all zu große Rolle mehr. Aktuell gibt es einige Handwerksbetriebe, eine Geflügelzucht und ein Café mit ganz besonderem Flair, das „Mambercher Kuhstallcafé“.

Mauk und Obermauk

Mauk (120 Einwohner) und Obermauk (50 Einwohner) sind heute offiziell zwei Dörfer. Sie gelten als eigenständige Ortsteile der Gemeinde Georgensgmünd – gut vier Kilometer im Osten des Hauptorts. Doch ursprünglich handelte es sich um eine einzige Siedlung beiderseits des Bächleins Mauk. Dessen Namen stammt wohl von dem lateinischen Wort für „zäher Schleim“ ab und beschreibt die Beschaffenheit des sumpfigen Bodens der dort vorherrscht. Der Maukbach war jahrhundertelang die Grenze zwischen dem Markgrafentum Ansbach und dem Gebiet des Deutschen Ordens zu Ellingen und damit auch zwischen dem evangelischen (Ansbach) und dem katholischen Einflussgebiet (Deutsche Orden).

Im Alltag der Bevölkerung spielte die Grenzen jedoch kaum eine Rolle. Das gute Miteinander der beiden Dörfer symbolisiert heute der liebevoll gestaltete, gemeinsame Dorfplatz am Maukbach mit der Gänseherde aus Jurakalkstein. 1971 stimmten die Einwohner beider Ortschaften mehrheitlich für einen Anschluss an die Gemeinde Georgensgmünd.

Sehenswert ist in Obermauk die „Ecce-Homo-Kapelle“ auf dem Hof der Familie Scheuerlein. Das kleine Gotteshaus stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und erinnert an die Ermordung eines markgräflichen Wildmeisters durch räuberische ungarische Husaren im Jahr 1707.

Oberheckenhofen

Das kleine Dorf mit heute rund 50 Einwohnern liegt nordöstlich von Georgensgmünd auf einer kleinen Anhöhe. Seit 1811 gehört der Weiler, der 1345 als „Obernhekenouen“ erstmals urkundlich erwähnt wurde, zur Gemeinde. Die Einwohner lebten von der Landwirtschaft, vom Hopfen- und in jüngerer Zeit auch vom Spargelanbau.

Geprägt wird das Bild des Ortes zwischen der Bahnlinie Nürnberg-München und der Verbindungsstraße Georgensgmünd-Bernlohe-Roth von stattlichen Sandsteinhäusern. Unterhalb des Ortes schlängelt sich die Rednitz im fruchtbaren Talgrund vorbei.

Oberheckenhofen ist der Zielort des Gmünder Skulpturenwegs.

Petersgmünd

Petersgmünd mit seinen 560 Einwohnern ist der größte Ortsteil, wenn man vom Zentrum absieht, das längst aus Friedrichsgmünd und Georgensgmünd zusammengewachsen ist. Er liegt östlich von Schwäbischer Rezat und Rednitz und erscheinte erstmals im Jahr 1418 in einer Urkunde. Im Ortskern steht die Kirche St. Peter, das Wahrzeichen des Ortes, mit seiner markant rosa-weißen Fassade. Sie ist ein Bau des Ansbacher Landbaumeisters Johann David Steingruber. Ein Anziehungspunkt für Naturfreunde ist das Naherholungsgebiet Petersgmünder Weiher im Nordosten, das auch bei Anglern beliebt ist. Der Weiher entstand durch Sandabbau. Dabei wurden auch die Zähne und Überreste eine Mammuts gefunden, die hier nach der letzten Eiszeit im Flusstal lebten.

Wanderer können von Petersgmünd aus in den Weitrundwanderweg „Der Seenländer“ einsteigen. Die Einwohner von Petersgmünd lebten bis ins letzte Jahrhundert hinein von der Landwirtschaft. Im Februar 1972 kam die ehemals eigenständige Gemeinde Petersgmünd nach Georgensgmünd. Das Dorf hat sich inzwischen längst zum Wohnort gewandelt. Fast vergessen ist, dass die Petersgmünder noch bis 1935 Brückenzoll für die Überquerung der Schwäbischen Rezat verlangten. Das Wildmeisterhaus aus dem 18. Jahrhundert steht immer noch unweit der Kirche. Ab 1806 nannte es sich stolz königlich-bayerisches Forsthaus. Die Gmünder Forstdienststelle ist nun schon rund 250 Jahre in Petersgmünd ansässig. Im Wohn- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt stehen seit 1993 rund 100 Betreuungsplätze zur Verfügung. Es ist seitdem eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.

Rittersbach

Das Dorf mit heute 400 Einwohnern liegt direkt an der einstigen Hauptverbindungsstraße von Nürnberg über Schwabach nach Weißenburg. 1312 wurde der verkehrsgünstig gelegene Ort erstmals erwähnt, durch den auch die frühmittelalterliche Straße von Regensburg nach Würzburg führte.

Als 1816 die neue Straße von Roth über Wernsbach nach Weißenburg gebaut wurde, war es mit der Betriebsamkeit in dem Ort rund um die Marienkirche mit dem auffällig bunten Ziegeldach vorbei. 1978 wurde Rittersbach nach Georgensgmünd eingemeindet. Im ehemaligen Schulhaus ist inzwischen ein kleines Gemeindezentrum der Kirchengemeinde mit Kindergarten und Räumen für Gruppen und Vereine entstanden.

Die neugotische Marienkirche geht auf das Jahr 1441 zurück. Der Sage nach hat es das Dorf übrigens einem Lindwurm zu verdanken, dass es eine so markante Kirche hat. Ein Ungeheuer soll des Nachts das Bauholz gestohlen und am jetzigen Standort abgelegt haben. Ein kleines Relief an der Nordseite des Kirchturms begründet diese Legende. Tatsächlich verweist der Löwe als Wappentier auf die Nürnberger Burggrafen, die bis ins 15. Jahrhundert die Herren in der Region waren.

Untersteinbach

Vier Kilometer nordwestlich von Georgensgmünd liegt der Ortsteil Untersteinbach, in dem rund 150 Einwohner leben. Mittelpunkt der kleinen Ortschaft ist das Waaghäuschen mit einem kleinen Glockenturm. In früherer Zeit nutzten die Bauern der Umgebung die Glocke zur Wetterprognose. War sie im zwei Kilometer entfernten Mäbenberg, an der Südseite des Leitenbergs, deutlich zu hören, war bald Regen angesagt. Der Dorfhirte läutete die Glocke drei Mal am Tag.

Auch in Untersteinbach, das 1407 erstmals erwähnt wurde und das seit 1971 zur Gemeinde Georgensgmünd gehört, lebten die Bauern vor allem vom Hopfenanbau. Außerdem werden in den Weihern entlang des Steinbachs Karpfen gezüchtet. Eine Wirtschaft wurde schon 1735 erwähnt. Das Gasthaus „Zum grünen Tal“ ist noch heute ein wichtiger Mittelpunkt im Dorfleben.

Drei Bäuerinnen mit ihren Milchkannen auf der Brunnensäule des Dorfbrunnens, gleich neben dem Gasthaus, lassen die alten Zeiten aufleben, als hier noch die Milch aus den kleinbäuerlichen Betrieben angeliefert wurde.

Weinmannshof

Nur einen halben Kilometer nördlich von Rittersbach liegt der kleine Weiler Weinmannshof, in dem knapp 30 Einwohner leben. Seine Häuser liegen links und rechts der Kreisstraße 2223 nach Schwabach. Der früheste Hinweis auf den Ort, der damals der „Ottenhof“ des „Weymann“ war, stammt aus dem Jahr 1436. Die Menschen lebten vor allem von der Schafzucht, ein wenig Ackerbau und dem, was der Wald rundum zu bieten hatte.

Heute gibt es in dem Weiler nur noch einige Landwirte. Weinmannshof kam 1979 gemeinsam mit Rittersbach zur Gemeinde Georgensgmünd. Alljährlich Anfang September röhren auf einer Wiese bei Weinmannshof die Motoren. Dann findet auf der Rennstrecke dort das legendäre Rennen statt, welches das Pyraser Stock-Car-Team ausrichtet.

Wernsbach

Rund 90 Einwohner zählt der Ortsteil Wernsbach und liegt etwa vier Kilometer östlich von Georgensgmünd, der heute durch die stark befahrene Bundesstraße B2 geprägt ist. Schon früher rumpelten Ochsen- und Pferdefuhrwerke auf der Nord-Süd-Verbindung von Nürnberg nach Augsburg durch den Ort. Was den beiden Schmieden im Ort und der Wirtschaft zu guten Umsätzen verhalf. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der kleine Ort im Jahr 1345.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Wernsbach nur langsam wieder besiedelt. Neben der Landwirtschaft boten insbesondere auch die naheliegenden Steinbrüche und das Brechen der Burgsandsteinquader eine Einnahmequelle für die Bewohner. Der feste Burgsandstein ist hier so stabil, dass er nicht sofort zerfällt. Seine hohe Qualität eignete sich besonders als Material für große Bauwerke wie Burgen, Kirchen oder Wohnhäuser. Früher wurden die schweren Quader mit Pferdefuhrwerken bis in die 40 Kilometer entfernte Reichsstadt Nürnberg transportiert. Man hatte sogar eine Rollbahn zum Bahnhof in Georgensgmünd geplant, die aber dann nicht mehr gebaut wurde. Wegen des Verfalls der Preise ruhte der Steinbruchbetrieb in den 1930er-Jahren. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde noch einmal für einige Jahre roter Stein gebrochen, vor allem zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Kirchen und Sandsteinbauten Nürnbergs.

Heute sind die Steinbrüche, die sich über ein Terrain von mehreren Quadratkilometern erstrecken, ein lohnendes Ziel für Spaziergänger und Wanderer. Mit ihren besonderen Stimmungen inmitten des Waldes bilden sie im Sommer wie im Winter eine reizvolle Kulisse für Wanderungen und Ausflüge. 2010 hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die „Historischen Steinbrüche Wernsbach“ ausgezeichnet und in die Liste „Bayerns schönste Geotope“ aufgenommen.

1972 entschieden sich die Wernsbacher für den Anschluss an die Gemeinde Georgensgmünd.