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Marienkirche

Der Bau der Marienkirche geht auf das Jahr 1441 zurück. Ein päpstlicher Legat schrieb damals einen Ablaß zugunsten der älteren Rittersbacher Kapelle aus: Derjenige, der das Rittersbacher Kirchlein aufsuchte und dort für dessen Bau und Unterhalt freigiebig spendete, käme in den Genuß göttlicher Vergebung. Der Ablaß, der in den folgenden Jahren immer wieder bestätigt wurde, war so einträglich, dass ein neues Gotteshaus errichtet werden konnte, das man der Jungfrau Maria weihte. Im Stiftungsbrief werden neben der Jungfrau Maria als Kirchenpatronin, drei weitere Heilige genannt: Der heilige Sebastian, der vor Pest bewahren sollte, der heilige Leonhard, der Schutzpatron des Viehs und damit der Heilige der Bauern, und der heilige Sebald, der Patron der Nürnberger Grundherren. Besonders der Pestheilige zog, - in Verbindung mit dem von Sünden befreienden päpstlichen Ablaß -, zahlreiche Pilger aus Roth und der näheren Umgebung an. So wurde Rittersbach bis zur Einführung der Reformation zum Wallfahrtsort. 1715 erbaute man den Turm der spätgotischen Kirche vom Dachstuhl aus neu. An der Nordseite des Turms kann man ein kleines Relief erkennen, das ein drachenähnliches Tier zeigt, um das sich viele Sagen sponnen. Das Steinrelief stellt aber den Löwen des Nürnberger Burggrafen dar und wurde beim Neubau des Turms wieder mitverwendet. 1785 erweiterte man das Kirchenschiff und erhöhte den Turm nochmals auf 31 Meter. Als die Kirche 1886 schließlich zu klein geworden war, trug man das alte Kirchenschiff ab und baute es unter Verwendung der alten Steine wieder größer auf. Auch die Inneneinrichtung im neugotischen Stil stammt aus dieser Zeit. Sie ist vollständig erhalten und wurde vor wenigen Jahren restauriert.
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