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Wo viele Brünnlein fließen....


Wasser prägt das Gesicht von Georgensgmünd vor allem in Form der beiden "Schwestern" Fränkische und Schwäbische Rezat, die sich hier zur Rednitz vereinigen.

 

Aber der Ort hat auch zahlreiche schöne Brunnen, die sehenswert sind. Bis auf zwei von ihnen sind alle das Werk des einheimischen Bildhauers Reinhart Fuchs aus Untersteinbach.

 

 

Bahnhofsbrunnen

 

Hier begrüßen Sie drei bronzene Brüder auf dem Beckenrand des Bahnhofsbrunnens. Sie symbolisieren die Legende von der Ortsgründung, nach der sich die drei Brüder Georg, Friedrich und Peter auf der Suche nach fruchtbarem Land im Rezattal niederließen. Sie sollen der Sage nach die Namensgeber für die gleichnamigen Ortsteile gewesen sein. Die Mittelsäule mit dem Wasserrad steht für die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe, das sich immer die Wasserkraft zunutze gemacht hat. Drei Zuflüsse - die beiden Rezat und das Steinbächlein - münden in das zentrale Becken aus hellem, heimischem  Jurakalkstein, um als "Rednitz" in vielen Windungen abzufließen.

 

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Brunnen an der St. Wunibalds- Kirche


Ein paar Schritte auf der gegenüberliegenden Straßenseite zweigt der Kirchenweg nach  links ab zur katholischen Kirche St. Wunibald. Dort dreht sich eine große, braungraue Granitkugel auf einem dünnen Wasserfilm in einer Schale mit den Namen von Geistlichen der Pfarrei.

Kath.Kirchenbrunnen2

Hopfenbrunnen


Der Weg führt zurück auf die Bahnhofstraße in Richtung Marktplatz. Gleich nach dem Rathaus steht der älteste Künstlerbrunnen Georgensgmünds: der Hopfenbrunnen vor der Sparkasse. Ein Becken in Kleeblattform, mit einer Metallsäule, die von einer Hopfendolde gekrönt ist. Der Hopfenanbau- und handel war noch bis vor wenigen Jahrzehnten eine der wichtigsten Einnahmequellen der einst landwirtschaftlich geprägten Gemeinde. Zu Füßen der Säule erinnern scheinbar lose herumliegende Münzen an die Lage Georgensgmünds an zwei wichtigen Handelsstraßen: die sogenannte "Venetianerstraße" als Verbindung von Thüringen über Weißenburg- Augsburg  nach Italien und die alte "Franken"- oder "Weinstraße" in Ost- Westrichtung, die  auf ihrem Teilabschnitt zwischen Spalt und Georgensgmünd "Judenstraße" genannt wurde.

Sparkassenbrunnen

Ziehbrunnen


Bleiben Sie auf der Straßenseite und biegen Sie links in den Marktplatz ein, wo gleich nach der Brücke vor der Raiffeisenbank ein  moderner Ziehbrunnen frisches Wasser spendet. Beim Umbau eines alten Sandsteinhauses in ein modernes Bankgebäude erinnerte man sich des alten Ziehbrunnens, der hier einst stand und ließ wieder einen Brunnen errichten nach altem Vorbild.

ziehbrunnen

Christusbrunnen


Der Weg zum nächsten Brunnen führt in das kleine Mühlgässlein am Ende des Marktplatzes, zum evangelischen Gemeindehaus. Dort steht ein Brunnen, der seine Existenz nicht nur der Idee und der Arbeit des Bildhauers Reinhart Fuchs verdankt, sondern auch den fleißigen Damen des Basarkreises der evangelischen Kirche, die die Mittel für die Errichtung des Brunnens spendeten.  Reinhart Fuchs gestaltete den Brunnen für den Platz vor dem Gemeindehaus nach dem Johannes- Evangelium. Das Wasser rinnt über einen mit wellenförmigen Linien verzierten Steinblock. Zwei Bronzefiguren stellen  Jesus und  eine Frau aus Samaria, dar, die er um Wasser bittet. Das kostbare Nass als Grundlage des Lebens, der  Abbau von Vorurteilen, weil Jesus mit der Sünderin spricht,  und vieles mehr - der tiefere Sinn des Brunnens will ergründet sein.

 

 

gemeindehaus

Georgsbrunnen


Vom Mühlgässlein geht`s zum Georgsbrunnen vor der evangelischen Kirche, die hoch über den Marktplatz ragt. Georg, Namenspatron des Gotteshauses und Drachentöter, erhebt sich über dem Becken aus Jurakalkstein. Acht Bronzetafeln erzählen die Legende des Heiligen, der die Königstochter Margarete vor dem bösen Drachen rettete, römischer Tribun wurde und schließlich als Märtyrer endete.

 

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Dorfbrunnen Georgensgmünd-Untersteinbach


Unweit von seinem Atelier im Ortsteil Untersteinbach hat Reinhart Fuchs den Bäuerinnen des Dorfes, ebenfalls auf einer steinernen Brunnensäule, ein Denkmal gesetzt. Die Milchkannen neben sich, sind sie in ein Gespräch vertieft. "Wir wollen einen Brunnen" beschlossen die Untersteinbacher und sammelten genügend Geld für den beliebten Treff- und Haltepunkt mitten im Dorf neben dem Gasthof. Durstige Radler und Wanderer wissen es zu schätzen, dass der Brunnen auf Knopfdruck Trinkwasser spendet. Die Gemeinde gestaltete auch hier wie auf den anderen öffentlichen Plätzen das "Drumherum".

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Friedhofsbrunnen in Georgensgmünd-Rittersbach


Der neue Brunnen in Rittersbach ist auf dem Friedhof zu finden. Eine Säule mit Becken und zwei kunstvoll gefertigte Zapfstellen spenden das kühle Nass. Stilisierte Blütenknospen zieren die Sandsteinsäulen, Zeichen des beginnenden Lebens an einer Stätte des Gedenkens für die Verstorbenen.

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Hausbrunnen in Georgensgmünd-Wernsbach


Direkt an der Bundesstraße 2 ist ein alter Hausbrunnen öffentlich zugänglich. Der Zimmermeister Günther Wackersreuther renovierte 1998 seinen alten hölzernen Hausbrunnen im Hof der Zimmerei. Mittels althergebrachter Technik bohrte er das Holzrohr mit einem eigens geschmiedeten Brunnenrohrbohrer. Ein zweites Rohr mit Schwengelarm schließt den Brunnen nach oben ab. Eine alte Handwerkstradition wurde wiederbelebt, ein Stück Dorfgeschichte erhalten.

HausbrunnenWernsbach

Dorfbrunnen in Georgensgmünd-Mäbenberg


Vor dem malerischen spätmittelalterlichen Kirchlein plätschert ein aus natürlichen Quellen gespeistes Brünnlein. Bald soll ein Brunnen aus Jurakalkstein den alten hölzernen Trog ersetzen. Aus einer Säule fließt dann Wasser in einen Steintrog.
Ein steinerner Hopfenkorb erinnert an die gute alte Hopfenzeit als man das grüne Gold noch mit der Hand pflückte. Eine Bank wird zum Ausruhen einladen mit herrlichem Blick über den Wiesengrund.

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