Ergebnisprotokoll Planungswerkstatt
Ausgangssituation und Anlass der Planung
Die historische Struktur von Wernsbach, ein typisches fränkisches Haufendorf, ist noch klar abzulesen in Baustruktur, Gestalt, Parzellierungen und Wegebeziehungen. V.a. die relativ ruhige Dachlandschaft und die Sandsteinfassaden sind bis heute erhalten geblieben. Die hohen, steilen Dachgeschosse, typisch zur Einlagerung und Trocknung von Hopfen, prägen den örtlichen Baustil. Die historische, wichtige Wegeachse am Rande des Altortes wurde schließlich zur Bundesstraße ausgebaut. Westlich davon hat sich der jüngere Bereich entwickelt. Bedingt durch die Lärmimmissionen der Bundesstraße hat jedoch
kaum weitere Bauaktivität stattgefunden. Mit der Umfahrung hat sich die Wohnattraktivität und Lagegunst Wernsbachs nun wesentlich verbessert und der Ort hat nach Einschätzungen des Kreisbaumeisters deutlich an Attraktivität für Wohnen und für dorfgerechtes Gewerbe gewonnen (Wernsbach ist Teil einer Entwicklungsachse).
Das Entwicklungskonzept ist eine einmalige Chance für den Ort und soll im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern anstehende Veränderungen steuern (Entwicklungsleitlinien; Bestehendes erhalten und Chancen ausschöpfen). Es gilt eine räumliche Antwort auf die Fragen „Wer sind wir?" und „Wie wollen wir zukünftig sein?" zu finden.
Strategiebaustein I - Wohnen und Wohnungswirtschaft
- Nachverdichtung soll organisch erfolgen. Mit der Bürgerschaft soll ein verträgliches Maß an Entwicklung/Nachverdichtung ermittelt werden, durch das die Identität der Ortschaft nicht verloren geht.
- Arrondierung: Zwischenraum zw. Siedlung und Gärtnerei werden eher nicht als Wohnbauflächen gesehen; Arrondierung nach Norden grundsätzlich denkbar.
Strategiebaustein II - Mobilität und Anbindung
- Busanbindung: Eine direkte Verbindung entlang der ehemaligen B2 Richtung Roth mit höherer Taktung wäre wünschenswert.
- Radwege: Verbesserungspotenzial besteht, jedoch ist die grundsätzliche Infrastruktur bereits vorhanden: Alter Wernsbacher Weg durch den Wald, Flurbereinigungsweg und ehemalige B2. Neuer Radweg Richtung Wallesau ist bereits realisiert. Die Umwidmung der Straße zw. Ortsmitte und Untersteinbach als Fahrradstraße mit Anlieger-frei wäre denkbar (direkte Verknüpfung Kaserne).



